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S-Bahn Berlin:

Baureihe 276 / 277 (alt) - Bauart Peenemünde

alte Bezeichnungen - DR: ET 167 bzw. 166, BR 276.0 bzw. BR 277

Baujahr:

1940-1942

Umbauer:

O & K, Dessau / Siemens

Höchstgeschwindigkeit:

120 km/h

Leistung:

1.287 kW

Dienstmasse:

111,3 t

Länge über Kupplung:

23.940 mm

Radsatzanordnung:

Bo'Bo' + 2'2'

 

Diese Baureihe gleicht äußerlich den Fahrzeugen der Bauart 1938/41, wurde jedoch von der Deutschen Wehrmacht für die Werkbahn Peenemünde – Zinnowitz auf Usedom beschafft und mit 1.100 Volt Oberleitung betrieben. Der Wagenkasten entsprach der Bauart 1939 (spätere Baureihe ET 167) der Berliner S-Bahn, der elektrische Teil lehnte sich an die U-Bahn für Buenos Aires von Siemens an. Nach Ende des 2. Weltkrieges und dem vorrübergehenden Verbleib einiger Trieb- und Steuerwagen in der UdSSR kamen bis auf einen Trieb- und Steuerwagen die anderen noch vorhandenen 1952/1953 nach Berlin und wurden hier nach dem Umbau einiger Steuerwagen in Beiwagen in der Baureihe 276 eingesetzt. Diese Fahrzeuge behielten jedoch die stärkeren Motoren aus Peenemünde mit 1.100 Volt anstelle der 750 Volt-Motoren der Berliner S-Bahn. Erst nach der umfangreichen Modernisierung 1978/80 erfolgte der Einbau von üblichen Motoren und die Eingliederung in die Baureihe 277 „Mod“.


Ein Peenemünder Trieb- und Steuerwagen war nach dem Krieg im Raum Nürnberg verblieben und wurde hier von Wegmann 1949 zusammen mit 4 im Rohbau fertigen Beiwagen, welche für die Berliner S-Bahn (ET 167) bestimmt waren und dem im Raum Köln ausgebrannt vorgefundenen Viertelzug ET/EB 165 636 als ET 182 für die Strecke München Isartalbahnhof - Höllriegelskreuth mit 750 Volt Gleichspannung (Oberleitung) umgebaut. Dabei wurde auch die Scharfenbergkupplung gegen eine normal Zug- und Stoßeinrichtung ausgetauscht.

Nachdem die Deutsche Bundesbahn diese Strecke auf 15 kV Wechselstrom umgestellt hatte, wurden diese vier Züge 1957 von Wegmann nochmals umgebaut und als ET 26, später Baureihe 426 bezeichnet. Dabei wurde der Triebwagen wegen des neuen längeren Triebgestells mit 1,1 kV Motor zwischen dem 1. und 2. Fenster verlängert und die Front der Triebwagen verändert. Im Inneren enstand dadurch ein Gepäckabteil. Die Steuerwagen behielten ihre alte Front bis zum Ausscheiden 1978, jedoch wurde auf dem Dach ein dritter Scheinwerfer als Spitzensignal montiert und die typischen S-Bahn-Scheinwerfer gegen neue bundesbahntypische Scheinwerfer ausgetauscht. Die ET 26 waren dann im Raum München / Nürnberg im Plandienst.

Die Baureihe 426 ist zwischenzeitlich neu besetzt worden.

Der alte Peenemünder 426 002 / 829 002 (ET 182 01 / ET 26 002, vermutlich Trw/Stw 01 ) steht derzeitig in Peenemünde im Museum "Heeresversuchsamt Peenemünde" und wurde dort restauriert. Leider hat das Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern hier viele Epochen gemischt. Die Farbgebung entspricht der Lackierung von 1940 bis 1945, das Fahrzeug selber befindet sich im Zustand von 1957! Besser wäre hier wohl, wenn man die DB-rote Lackierung vorgenommen hätte, was dem Fahrzeugzustand entsprechen würde. Denn mit einem Peenemünder hat dieses Fahrzeug nur noch das Baujahr gemeinsam .... (siehe Bilder ganz unten)


In Peenemünde waren die Treibwagen als Trw 01 - 16 und die Steuerwagen als Stw 01 - 16 bezeichnet. Bei der Berliner S-Bahn konnte man alte Peenemünder nach der Modernisierung und Umzeichnung in die Baureihe 477 an der Ordnungsziffer erkennen. Nach der Baureihenbezeichnung begann die Ordnungsziffer mit 6 (also 477 6xx - x)



Ein Peenemünder im Originalzustand:
abgebildet ist der Steuerwagen Stw 04, Baujahr 1940/1941
Foto: Siemens AG

An dieser Stelle einen besonderen Dank an die SIEMENS AG,
welche mir dieses Foto zur Verfügung gestellt hat.


abgebildet ist das Museumsviertel 276 069/276 070 des Vereins Historische S-Bahn Berlin e.V.
am 27.10.2001 in Berlin, Abstellanlage Hundekehle - Fotos: Olaf Hoell

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... und am 21.05.2005 in der Triebwagenhalle Erkner - Fotos: Olaf Hoell

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276 070 + 276 069 im Juni 1978 in Berlin - Schöneweide - Foto: Axel Mehnert

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Originalfundstücke aus Peenemünde, welche im Zusammenhang mit der Umgestaltung
der Versuchsanstalt Peenemünde in eine Museum geborgen wurden
Fotos: Olaf Hoell am 21.05.2005 in der Triebwagenhalle Erkner

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Original Tür mit Lack
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Original Scheinwerfer

477 605 als Pendel zwischen Bahnhof Berlin-Grunewald und Abstellanlage Hundekehle
anlässlich einer Fahrzeugausstellung am 27.10.2001
Dieser Viertelzug (Tw + Stw) wurde modernisiert und in die Baureihe 477 eingeordnet
Fotos: Olaf Hoell

477 605 - modernisierter ex-Peenemünder    477 605


Da die modernisierte Baureihe 477 über Steuerwagen verfügte, vor allem die Ex-Peenemünder,
wurden diese nach der Verabschiedung vom Plandienst vielfach für Arbeitsleistungen herangezogen.

Auf dem Bild sind zwei Steuerviertel mit einer Einheit Materialwagen unterwegs
am 01.09.2006 in Berlin-Hauptbahnhof - Foto: Olaf Hoell

Arbeitstiere


der ehemalige Peenemünder Triebwagen Trw / Stw 01 (?)

Der ehemalige Peenemünder Trw/Stw 01 (???)
umgebaut für die Isartalbahn als ET 182 01 im Jahre 1949 in München
Foto: Dr. G. Scheingräber - Slg. O. Hoell

ET 182 01


Der ehemalige Peenemünder Trw/Stw 01 (???) erneut umgebaut zum ET 26 002
im Historisch-Technischen Museum Peenemünde
hier (leider) in den Farben der ehemaligen Peenemünder Werkbahn
Fotos: Olaf Hoell, 22.06.2010, Peenemünde

ET 26 002     ET 26 002     ET 26 002


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