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Als
Nachfolger für die V 180 der Deutschen Reichsbahn (DR BR 118, DBAG: BR 228)
wurde die ab 1977 aus Rumänien importierte Lok der Baureihe 219 (ex DR 119)
angesehen.
Die
Deutsche Reichsbahn benötigte neue Diesellokomotiven mit geringerer Achslast
als die aus der Sowjetunion importierten Baureihen 232 - 234 um die
Dampflokbaureihen 50, 52 und 58 endgültig abzulösen. Da man im damaligen RGW
(Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe der sozialistischen Staaten) die
Produktion von Gütern aufgeteilt hatte, wurden die Lokomotiven in Rumänien nach
Vorgaben der Deutschen Reichsbahn gebaut. Ende 1976 begann die Erprobung der
119 001 durch die Deutsche Reichsbahn.
Die
Baureihe 219 war wie Ihre Vorgängerin, die Baureihe 228, als
Zwei-Maschinen-Anlage ausgeführt. Ursprünglich sollten Motoren aus
DDR-Produktion eingebaut werden, Lieferengpässe führten jedoch dazu, dass
Motoren des westdeutschen Herstellers MTU in Lizenz gefertigt und eingebaut
wurden. Andere Bauteile kamen aus der DDR.
Geplant
war die Abnahme von 270 Lokomotiven. Die Zuverlässigkeit der Lokomotiven war
alles andere als gut, der Schadbestand nahm teilweise bis auf 50 % des
Bestandes zu, so dass die Deutsche Reichsbahn nur 200 Stück vom rumänischen
Hersteller abnahm. Wegen dieser hohen Störanfälligkeit bekam die Baureihe 219
den Spitznamen Karpatenschreck. Die runden Seitenfenster brachten ihr den
schöneren Namen U-Boot ein.
Die
Deutsche Reichsbahn ersetzte Anfang der neunziger Jahre viele Baugruppen durch
solche aus DDR-Produktion, um die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Der Umbau wurde
später intern als "Germanisierung“ bezeichnet.
Ab 1991 wurden
durch die Firma Krupp 20 Lokomotiven der Ursprungsausführung umgebaut und mit
stärkeren Motoren ausgerüstet. In den Führerständen wurden Pulte der Baureihe
240 eingebaut. Die Höchstgeschwindigkeit der 2.760 kW Motorenleistung
versehenen Lokomotiven betrug nun 140 km/h.
War die Baureihe
219 bereits die stärkste Lokomotive der Deutschen Reichsbahn, so wurden die
"neuen U-Boote“ als Baureihe 229 bezeichnet die stärkste dieselhydraulische
Lokomotive der Deutschen Bahn AG!
Ein
besonderes Dasein erfuhr die 119 158. Das Werk Chemnitz, welches schon zu
DDR-Zeiten (RAW Karl-Marx-Stadt) für die Baureihe zuständig war, modernisierte
2001 die 219 158 in Eigenregie. Dazu erhielt die Lok zwei
DB-Einheitsführerstände sowie zwei neue Motoren mit je 1.500 kW von
Caterpillar. Sie blieb ein Einzelstück, da durch die fortschreitende
Elektrifizierung und Anschaffung moderner E-Lokomotiven der Bedarf sank. Hinzu
kam, dass ausreichend andere Diesellok-Baureihen zur Verfügung stehen. Die 219
158 wurde im Farbschema der Deutschen Reichsbahn lackiert und ist als
Museumslokomotive 119 158 des DB-Museums Nürnberg im Einsatz.
Weitere
Lokomotiven sind bei Museumsbahnen oder Privatbahnen im Einsatz.
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