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Webmaster:
Olaf Hoell

 

 

UIC-Baureihe:

92 80 1202 - 92 80 1204
98 80 3201 / 98 80 3203

UIC-Baureihe
DBAG-Baureihe
DR-Baureihe

3201
201
V 100 / 110
1202
202
112
1203 / 3203
203
----
1204
204
114
Baujahre 1966 - 1978 1972 --- ----
Hersteller: VEB LEW VEB LEW VEB LEW VEB LEW
Umbaujahre --- 1981 - 1990 ab 2000

1983 - 1991

Umbauer --- RAW Stendal Alstom Stendal RAW Stendal
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h 100 km/h 100 km/h 100 km/h
Leistung: 736 kW 883 kW 1.500 kW 1.100 kW
Dienstmasse: 63,7 t (201.0-1) 60,0 t (201.2-8) 64,0 t 64,0 t 64,0 t
Länge über Puffer:

13.940 mm
14.240 mm
(ab 201 201)

14.240 mm 14.240 mm 14.240 mm
Radsatzanordnung: B'B' B'B' B'B' B'B'

 

Um bei der Deutschen Reichsbahn die Dampflokomotiven für den leichten bis mittleren Personen- und Güterzugdienst sowie den schweren Rangierdienst durch Diesellokomotiven zu ersetzen wurde eine 1.000 PS starke Diesellokomotive benötigt. Nach den Vorgaben der Deutschen Reichbahn sollte diese einmotorige Lokomotive mit Mittelführerstand zwei Drehgestellen ausgeführt werden.

1964 stellte der Lokomotivebau Karl Marx in Babelsberg (LKM) die Baumusterlokomotive V 100 001 mit blauer Farbgebung und dem bekannten 900 PS-Motor (=661 kW) der V 180 (DR) vor. Die zweite Baumusterlokomotive von LKM in rotbrauner Farbgebung wurde 1965 vorgestellt und  hatte bereits einen 1.000 PS (= 736 kW) starken Motor. Beide Lokomotiven wurden von der Deutschen Reichsbahn nicht übernommen. Die V 100 001 wurde 1971 bei einem Brand im RAW Cottbus stark beschädigt und am 01.02.1972 ausgemustert und anschließend verschrottet. Die V 100 002 wurde nach der Erprobung in den VEB Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf (LEW) überführt und dort zerlegt.

Da klar war, dass die Serienproduktion beim LEW erfolgen wird, stellte das LEW 1966 in silber-grüner Lackierung die V 100 003 als dritte Baumusterlokomotive auf der Leipziger Frühjahrsmesse vor. Ab 1966 folgte dann die Serienfertigung. Mit Einführung des EDV-Nummernschemas 1970 bei der Deutschen Reichsbahn wurden die V 100 in die Baureihe 110 umgezeichnet. In diesem Zusammenhang wurden die beiden letzten 1969 gelieferten V 100 172 und V 100 173 in 110 001 und 110 002 umgezeichnet, so dass diese Nummern zweitbelegt wurden.

1969 wurde dann entschieden, die künftigen Lieferungen auf den Langsamgang (65 km/h) zu verzichten und diese Baureihe nur noch mit dem Schnellgang (100 km/h) auszurüsten. Diese Unterbaureihe wurde als 110.2 bezeichnet und die erste Lokomotive war 1969 die bereits mit EDV-Nummer gelieferte 110 201. Von 1970 bis 1978 wurden dann die Serienlokomotiven 110 202 bis 110 896 geliefert.

Zu Erprobungszwecken wurde die 1967 gelieferte 110 041 mit automatischer Mittelpufferkupplung geliefert, später jedoch zurückgebaut.

Während der Serienfertigung war die V 100 137 (110 137) und die 110 457 mit dem 1.200 PS (= 883 kW) starken Motor der V 180 (DBAG 228.2-6) zu Versuchszwecken ausgerüstet worden. Da die Erfahrungen damit sehr gut waren, wurde beschlossen ab 1971 im Rahmen planmäßiger Ausbesserungsarbeiten im RAW Stendal Die Lokomotiven dieser Baureihe mit dem stärkeren 1.200-PS-Dieselmotor auszustatten und unter Beibehaltung der Ordnungsnummer als Baureihe 112 zu bezeichnen.

1978 wurde die 110 203 versuchsweise mit einem 1.500 PS (= 1.100 kW) Dieselmotor ausgestattet und in Baureihe 114 umgezeichnet. Normalerweise hätte diese Baureihe wegen der Motorleistung als Baureihe 115 bezeichnet werden müssen, da jedoch diese Bezeichnung für eine geplante Neubaulokomotive reserviert war, wurde eine Nummer tiefer gewählt. Insgesamt wurden dann zwischen 1983 und 1991 65 Lokomotiven bei Aufenthalten im RAW Stendal mit diesem Motor ausgestattet und unter Beibehaltung der Ordnungsnummer als Baureihe 114 zu bezeichnen.

Bis 2001 wurden alle Lokomotiven der Baureihe 201 und 202 bei der Deutschen bahn AG außer Dienst gestellt. Bei Privatbahnen sind sie weiterhin im Einsatz.

Von 1988 bis 1991 wurde 10 Lokomotiven der Baureihe 110.8 der letzten Lieferungen für die Schmalspurbahn im Harz auf 1.000 mm Spurweite und C’C’ Achsformel umgebaut und in Baureihe 199.8 umgezeichnet. Dabei wurde die Ordnungsnummer beibehalten.

Nach der Wiedervereinigung wurden die Lokomotiven wie folgt umgezeichnet:

Baureihe 110

in Baureihe 201

Baureihe 112

in Baureihe 202

Baureihe 114

in Baureihe 204

Baureihe 199.8

in Baureihe 299.1
(bei der HSB: 199.8)

Ab 2000 werden Lokomotiven der Baureihe 202 durch das von Alstom übernommene RAW Stendal mit einem 1.380 kW (= 1.877 PS) starken Motor ausgestattet und als Baureihe 203 bezeichnet.

Zur Vollständigkeit sollen hier noch die aus der Baureihe 110 (V100 der DR) hervorgegangenen Rangierlokomotiven erwähnt werden. Diese wurden als Baureihe 111 (DBAG 293) und 108 (DBAG 298) bezeichnet. Ebenfalls wurde für Gleisbauzwecke die Baureihe 110.9 (DBAG 710) entwickelt.



Baureihe 201 (ex DR: V 100 / 110):

110 344 in Saalfeld am 01.08.1979
Foto: unbekannt – Slg. O. Hoell

Baureihe 201

201 239 in Oranienburg am 22.06.1994
Foto: Olaf Hoell

Baureihe 201


LOCON 209 (201 878) in Oranienburg
am 16.11.2008 – Foto: Olaf Hoell

Baureihe 201

LOCON 209 (201 878) in Oranienburg
am 07.02.2010 – Foto: Olaf Hoell

Baureihe 201


Baureihe 202 (ex DR: 112):

112 564 in Neuhausen am 18.08.1991
Foto: unbekannt – Slg. O. Hoell

Baureihe 202

112 704 in Liebenwalde/Sandberge
am 01.02.1988 – Foto: Olaf Hoell

Baureihe 202


202 340 in Oranienburg am 22.06.1994
Foto: Olaf Hoell

Baureihe 202

202 651 in Putbus/Rügen am 23.07.1994
Foto: Olaf Hoell

Baureihe 202


202 264 der WfL in Oranienburg
am 09.04.2010 – Foto: Olaf Hoell

Baureihe 202

202 677 der SLG in Oranienburg
am 10.03.2005 – Foto: Olaf Hoell

Baureihe 202


Baureihe 203:

Baureihe 203 von Alstom (Umbau) auf der InnoTrans 2004
Berlin-Messegelände, 25.09.2004 – Fotos: Olaf Hoell

Baureihe 203     Baureihe 203


203 124 der RT&L in Oranienburg
am 12.05.2008 – Foto: Olaf Hoell

Baureihe 203

203 128 der SLG in Oranienburg
am 10.08.2008 – Foto: Olaf Hoell

Baureihe 203


Baureihe 204 (ex DR: 114):

204 641 in Pirna am 06.10.1996
Foto: unbekannt - Slg. O. Hoell

Baureihe 204

204 805 in Zwickau am 15.05.1999
Foto: unbekannt - Slg. O. Hoell

Baureihe 202



© 2007-2010 - Olaf Hoell

 

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